Fischertag 2008 – und was kommt 2009?
Nach angekündigten Verbesserungen für den Fischertag 2008 wurde von unserer Seite selbstverständlich auch im Jahr 2008 der Fischertag in Augenschein genommen. Leider mussten wir auch da Quälereien beobachten: Viele Fische in einem Netz, große Fische in viel zu kleinen Behältnissen, Warteschlangen vor den eingerichteten Tötungszelten. Vom unkoordinierten, oftmals primitiven Ablauf im Bach einmal ganz abgesehen. Auch die eigenen Vorgaben des ach so strengen Fischertagsvereins wurden nicht eingehalten, denn auch 2008 folgten die zum Teil „angeheiterten“ Fischer den Vorgaben ihres Verbandes nicht, ihre Teilnahmekarten am Hemd zu befestigen. Klar, konnte eine Ahndung evtl. Zuwiderhandlungen damit verhindert werden! Denn wie schnell ist ein Hut weggeworfen und die Kennzeichnung damit „den Bach runter“! Und die eigene Bachaufsicht? Ja die, die schaute ganz schnell in die Ferne oder stellte sich flugs vor einzelne Fischer – zum Schutz von bösen Tierschützern - in Pose!
Aber nicht nur wir kamen zu dem Schluss, dass auch 2008 noch nicht alles zum Besten für die Fische abgelaufen ist. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit – eine nicht ortsansässige Memminger Behörde - bemängelte bereits das zweitemal hintereinander schriftlich über mehrere Seiten das nicht fachgerechte Töten der Fische in den Tötungszelten bzw. in den Netzen oder das „Vergessen“ des Aufstellen eines Tötungszeltes usw.
Diese Mängel wurden von den Memminger Behörden natürlich nicht gesehen! animal 2ooo dachte bereits ernsthaft daran, den angeblichen „Kontrollinstanzen“ aus Memmingen Brillen zukommen zu lassen, vielleicht würden dann auch ihnen die Vergehen deutlich in die Augen stechen – die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!
Angeboten wurde uns vor dem Fischertag 2008 von dortiger Seite ein Gespräch nach dem Fischertag 2008. Auch um evtl. vorkommende Vergehen durchzusprechen. Aber die gab es – laut Memminger Veterinäramt bzw. Genehmigungsbehörde – ja nicht. Warum dann ein Gespräch mit den Tierschützer führen! Auch hier zeigt sich ein Defizit des Behördenapparates bzw. seiner einzelnen Vertreter. Nicht nur, dass sie auf allen erdenklichen Augen fast blind sind - nein, auch können sie sich anscheinend nicht mehr an versprochene Zusagen erinnern – das behördlicherseits angekündigte Gespräch nach dem Fischertag 2008 mit animal 2ooo fand nie statt! Hier stellt sich die Frage: Wollen die Verantwortlichen aus Memmingen überhaupt eine tierschutzgerechte Lösung finden?
Auch 2009 wird der Fischertag mit allen Beteiligten „gefeiert werden“, kosmetische Verbesserungen werden wahrscheinlich stattfinden. Wir würden uns wünschen, dass alle Behördenvertreter diesmal ihre Brille aufsetzen – oder zuvor den Augenarzt aufsuchen!
Ganz besonders wünschen wir es den Fischen, dass es ihnen erspart bleibt, unsachgemäß durch mehrere Schläge betäubt zu werden oder in wasserlosen Behältnissen zu ersticken! Sie einfach in Ruhe zu lassen – das wäre für die Tiere sicherlich die friedvollste Lösung.
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